Trauermücken, Thripse, Spinnmilben und Co.
Serie 1.) Die Trauermücke
Wie bereits angekündigt, befassen wir uns nochmal mit den einzelnen und gängigsten Schädlingen und Schadbildern.
Beginnen möchte ich mit meinen persönlich, größten Feind…
Der Trauermücke, seit Beginn der kalten Jahreszeit macht sie mir das grüne Leben zur Hölle.
Kaum glaubt man, man ist sie los, erhebt sich wieder eines dieser Mistviecher aus dem Erdreich meiner Seltensten Monstera.
Doch nochmal ganz von vorn, folgenden Fragen wollen wir uns heute widmen.
1. Was sind Trauermücken und warum sind Sie schädlich für unsere Zimmerpflanzen?
2. Wodurch werden Sie angezogen oder begünstigt?
3. Kann ich den befall von Trauermücke vorbeugen?
4. Wie werde ich die Plagegeister wieder los?
1. Was sind Trauermücken und warum sind Sie schädlich für unsere Zimmerpflanzen?
Trauermücken sehen aus wie kleine Obstfliegen, sind nur ein klein wenig schlanker und dunkler in der Färbung. Sie legen ihre Eier gerne in warme und feuchte Blumenerde, aber auch in Moos. Also seit vorsichtig, wenn ihr gerade einen Senker im Moos bewurzeln wollt. Die Larven der Trauermücke ernähren sich von organischem Substrat, also auch von den Wurzeln deiner Pflanze.
In der Natur machen Sie einen guten Job und kompostieren mit Hilfe von anderen kleinen Tierchen und weiteren Mikroorganismen Laub und faulige Pflanzenteile.
2. Wodurch werden Sie angezogen oder begünstigt?
Angezogen werden Trauermücken, wie bereits erwähnt, durch eine feuchte und warme Umgebung.
Wer also im Herbst und Winter zufiel gießt, lädt Sie praktisch zum Eier ablegen ein, auch weil die Wurzeln deiner Zimmerpflanze darunter leiden werden.
3. Kann ich den befall von Trauermücke vorbeugen?
Man sagt, mit mäßig gießen im Winter könnte man einen Befall mit Trauermücken vorbeugen, außerdem soll man wohl keine Billig-Blumenerde verwenden, weil hier bereits Trauermückenlarven enthalten sein können.
Ich persönlich glaube, dass es schwer ist einen Befall zu verhindern. Erfahrungsgemäß lagern die hochwertigen Blumenerden direkt neben der Billigvariante und auch bei neuerworbenen Pflanze aus dem Baumarkt oder Gartencenter ist es nicht unwahrscheinlich, dass du dir, die Trauermücken mit ins Haus holst.
Man kann natürlich versuchen, mit hochwertiger Blumenerde und mäßiger Bewässerung die Tiere fernzuhalten. Dennoch kann es passieren, dass sich ein einziges Weibchen in deine Wohnung verirrt, und schon hast du eine Invasion.
4. Wie werde ich die Plagegeister wieder los?
Da ich kein Freund von der Chemiekeule bin, gibt es verschieden Hausmittel, die ich bereits ausprobiert habe. Streichhölzer verkehrt herum in die Erde stecken hat bei mir leider nichts gebracht. Gelbtafeln funktionieren ganz gut und fangen einige dieser Tiere ab. Kaffee scheint die Trauermücken nicht davon abzuhalten, ihre Babys in der Blumenerde abzuladen.
Eine Sache, die bei mir wirklich gut funktioniert hat, ist das Abdecken der Blumenerde mit Sand. Am besten c.a 1 cm hoch und unten um den Blumentopf einen Netzstrumpf trüber gespannt. So haben die kleinen Plagegeister keine Chance, in die Erde zu gelangen.
Auch Neemöl soll gut gegen Trauermücken und viele weiten Schädlinge helfen. Damit habe ich allerdings noch keine Erfahrung gemacht.
Auf weiter Fragen von euch freue ich mich.
und behaltet euren Grünen Daumen.
Romy
MonsterRar